Einige Gedanken zum Begriff „Religion“

Am Beginn der Religionswissenschaft steht zentral, wichtig und unumgehbar die Frage danach, was Religion eigentlich sei.

Der Religionsbegriff ist bis heute nicht geklärt. Hier scheint es, dass wir die Sache nicht richtig erkannt haben. Es ist keine genaue Definition von „Religion“ in der praktizierenden Religionswissenschaft vorhanden. Aber muss man dann eine genaue Definition haben? Und was bedeutet „genau“? Bedeutet es „der Sache entsprechend“? Ab wann wird eine Definition genau?

Warum wird angenommen, dass uns die Welt irgendwann sagen wird, wie diese Sache namens Religion richtig, das heißt genau, abzubilden, das heißt zu definieren, ist? Sagt uns die Welt, was Religion eigentlich ist, wenn wir genau genug hinsehen?

Dann bedeutet „genau“ dass es mit den Tatsachen der Welt übereinstimmt, die Welt macht unsere Aussagen wahr und unsere Definitionen zutreffend. Die Welt sagt uns dann, wie wir über diese Sache namens Religion sprechen müssen, weil die Tatsachen nun einmal so liegen.

Ich halte diese Abbildungswahrheit, diese Korrespondenztheorie, für falsch. Ist nicht die Ansicht von Wittgenstein hier hilfreich: „Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch.“? Wenn der Begriff „Religion“ in der Wissenschaft davon verwendet und verstanden wird, wenn mit ihm umgegangen wird, dann hat er hinreichend genaue Bedeutung. Religion kann man verstehen als Zusammenfassung einer Familienähnlichkeit.

Es ist doch sinnlos, zu sagen, dass ich ein Wort immer falsch oder nicht genau genug verwende. Worte sind immer so genau, dass sie funktionieren können. Der Begriff Religion wird verwendet und verstanden. Ein Begriff ist nicht falsch, nur weil er nicht so kompliziert erklärt wird, wie es theoretisch möglich wäre.

Angenommen: Jeder, der „Religion“ benutzt, versteht etwas, wenn „Religion“ gesagt wird, wenn auch nicht alle dasselbe. Die, die es nicht verstehen, werden beim Spiel der Religionswissenschaft nicht mitspielen, denn wer das Wort nicht versteht, verwendet es nicht und umgekehrt.

Man muss dann den Anspruch fallen lassen, dass man etwas, das von der Welt wahr gemacht wird, sagt, wenn man über die Religion spricht, die zuvor genauestens, nach allen Regeln der Welt definiert wurde. Religion ist nicht für alle wichtig oder auch nur existent.

Dann sieht man Religionswissenschaft als die Darstellung und den Vergleich von verschiedenen, spannenden und kreativen Vokabularen, um die Welt so zu beschreiben, dass sie Sinn macht. Die Religionswissenschaft hat dabei natürlich ihre speziellen Methoden, Regeln, die das Spiel konstituieren.

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13 Antworten to “Einige Gedanken zum Begriff „Religion“”

  1. Hallo Sebastian.

    Ich beschäftige mich nicht mit Religionswissenschaft, aber mich interessiert die Frage, wie es möglich ist, daß sich Menschen verstehen. Es kann nämlich sein, daß sie sich nicht verstehen, ja nicht einmal sich selbst, weil sie eine Sprache benutzen, die ihnen fremd ist, obwohl sie das nicht so empfinden, denn was scheint einem heimischer zu sein als die eigene Sprache. Hier gibt es aber eine Menge Unheimlichkeiten.
    Darüber möchte ich mich aber erst mal nicht verbreiten.

    Zum Thema. Im letzten Absatz machst du den Vorschlag, „Religionswissenschaft“ als Darstellung und Vergleich verschiedener Vokabulare zu betrachten, „um die Welt so zu beschreiben, dass sie Sinn macht“. Das klingt irgendwie so, als ob erst diese religionswissenschaftliche Arbeit sinnstiftende Beschreibungen der Welt liefern würde. Ich gehe aber davon aus, daß du das nicht so meintest. Natürlich liefern auch die zu vergleichenden Vokabulare selbst schon sinnstiftende Beschreibungen, und ein religionswissenschaftlicher Vergleich derselben fügt diesen lediglich eine weitere Perspektive hinzu. Irgendwie fehlt mir aber eine Einschränkung auf bestimmte Vokabulare, die man „religiös“ nennen könnte im Unterschied zu solchen, die nicht derartig konnotiert sind. Andernfalls wäre ja auch der Vergleich zB des Vokabulars der frühen Aufklärung mit dem Vokabular der gegenwärtigen theoretischen Physik eine religionswissenschaftliche Untersuchung. Aber vielleicht war das eh so gemeint, denn es gibt Blickwinkel, unter denen man sowohl dem Glauben an die Aufklärung als auch dem an die theoretische Physik religiöse Motive zuschreiben könnte.

    Um noch mal auf meinen ersten Absatz zurückzukommen, möchte ich kritisch anmerken, daß dein Satz „Der Begriff Religion wird verwendet und verstanden“ nur bedingt akzeptabel ist, nämlich nur solange, als nicht näher nachgeforscht wird, dh auf einer oberflächlichen Ebene, die für den Alltagsgebrauch ausreicht, um eine Aussage grob zuordnen zu können. Da du Wittgenstein sehr zu schätzen weißt, kann ich dich an seine Metapher von den Werkzeugen erinnern, mit denen er die Funktion von Sätzen beschreibt. Diese Metapher nützend möchte ich beispielhaft sagen, daß das Wort „Religion“ einem sehr komplizierten Werkzeug gleicht, zb einem Laserbohrer in der Zahn-arztpraxis, den man (der Mann auf der Straße) wohl insoferne „kennt“, als man weiß, daß damit Zähne aufgebohrt werden, aber nicht wirklich benützen kann, jedenfalls nicht, um damit Zähne aufzubohren. Mit anderen Worten zweifle ich daran, daß hinsichtlich des Verwendens von Wörtern immer Übereinstimmung herrscht, was für das „Verstehen“ notwendig wäre. Wenn wir sagen, wir verstehen uns, meinen wir eigentlich, daß der andere „ungefähr etwas Ähnliches im Sinn hat“, das – Nietzsche hat seinen Finger darauf gelegt – als „gleich“ gesetzt wird.
    Aber es gibt nichts Gleiches.

    Gruß Manfred

  2. Ja das ist sehr richtig, natürlich macht nicht erst die Religionswissenschaft den Sinn der religiösen Praxis aus, sie beobachtet ihn bloß mit komparativen Mitteln und stellt andere Konzepte dazu, die ebenfalls Sinn machen.
    Die Einschränkung, was als religiöses Sinnsystem gilt und was nicht, stammt meiner Ansicht nach aus dem (ungenauen) Common Sense Begriff der Religion. Physik nennen wir zumeist nicht religiös, außer wir wollen Physiker ärgern.

    Aber dass „Religion“ benutzt und verstanden wird kann man ja auch von Religionswissenschaftlern sagen. Für sie muss eine Religion nur mehr Kriterien erfüllen als für den „normalen Sprecher“ aber niemand kennt alle nur möglichen Kriterien die „Religion“ erfüllen muss – woher auch, sie werden ja nicht von einer Welt bereitgestellt. Anders gesagt, diese Kriterien sind öffentlich geregelt. Was als Religion gilt ist somit öffentlich geregelt und nicht eine Sache, die man mit einer Tatsachenwelt abgleichen könnte.

    Bei dem Problem mit dem Verstehen vertrete ich einen Pragmatistischen Standpunkt: Solange es funktioniert heißt das, dass wir uns verstehen. Welchen Sinn hätte der begriff des Verstehens sonst? Das war ja auch mein Punkt in dem Text: Zu sagen, dass wir einen Begriff immer falsch oder nicht genau genug benutzen (wenn wir ihn aber benutzen können und andere uns verstehen) ist sinnlos. Ein Unterschied, der es wert ist gemacht zu werden, muss ein Unterschied in der Praxis sein.

    liebe grüße : )

  3. Das Problem ist: Was passiert, wenn zwei Menschen zwar mit dem Begriff „Religion“ umgehen können, im Endeffekt sich deren Auffassung in den Details dann doch unterscheiden?
    Ich hatte mal so eine Diskussion um die Frage, ob der Atheismus eine Religion ist. Schlussendlich verharrte jeder bei seiner Position (ich: nein, er: ja), weil nicht einmal eine genau abgegrenzte Definition vom Wesen einer „Religion“ gefunden werden konnte und sowohl seine als auch meine Argumente, wieso der Atheismus eine oder keine Religion ist, somit ihre Richtigkeit hatten.

    Ich denke also nicht, dass Worte bzw. Beschreibungen einfach so funktionieren. Oberflächlich vielleicht schon, darüber was ein Auto ist besteht im Grunde Konsens. Bekommt man es aber mit komplizierteren Begriffen zu tun, treffen so viele Wesenszüge auf eine Beschreibung zu und gleichzeitig auch nicht, dass es wirklich schwer wird, überhaupt einmal eine gemeinsame Grundbeschreibung des Sachverhaltes darzustellen – natürlich nicht zwangsläufig, wenn es sich um zwei Menschen mit stark unterschiedlichen Meinungen, Prägungen und Hintergründen handelt, aber wohl schon.

  4. Ich nehme mal dein Beispiel her. Zwei Menschen, beide haben einen Begriff davon, was Religion heißt. Wenn nicht beide gerade darauf aus sind, jemanden zu ärgern, dann werden sie auch beide Vokabulare wie das christliche oder das islamische als religiös bezeichnen. Es gibt also schon einen Grundkonsens. (In anderen Kulturen gibt es einen anderen Konsens darüber, was Religion haben muss um Religion zu sein) Dann gibt es eine Situation wo der Begriff in neue Richtungen definiert werden soll, die Notwendigkeit bestand zuvor nicht.
    Der Eine hätte gerne, dass der Begriff auf alles bezogen werden kann, was mit „Wissen“ arbeitet, da dies auch nur Glaube sei.
    Der Andere möchte gesichert haben, dass „Glaube an übernatürliche Wesen“ nicht mit „empirisch überprüfbaren Fakten“ assoziiert wird.

    Wird uns in dieser Situation die Welt sagen, in welche Richtung Religion definiert werden muss, weil die Tatsachen es eben verlangen? Ich glaube es nicht. Es gibt meiner Ansicht nach nur zwei Möglichkeiten an dieser Stelle: Entweder beide bleiben bei ihrer Meinung oder einer kann den anderen Überreden, dass seine Ansicht besser mit dem Zusammenpassen, was sie „Fakten“ nennen.

    Ich glaube das Problem mit dem Wort „Religion“ stammt daher, dass man in verschiedenen Kulturen je anderes damit bezeichnet. In der Religionswissenschaft will gezeigt werden, dass das alles prinzipiell etwas miteinander zu tun hat, oder dass all das zumindest einen gemeinsamen Nenner hat. Vielleicht hat es den aber nicht und wahrscheinlich muss es diesen auch nicht haben.

  5. Hi Sebastian.
    (Antwort auf deinen Kommentar vom 30.sten.)

    „Religion“ gehört zu den Wörtern, deren näheren Bestimmung nur über intersubjektiven Konsens möglich ist, da Korrespondenz mit der „Tatsachenwelt“ (was immer das sein soll) kläglich versagt: schließlich handelt es sich um eine imaginäre Angelegenheit, die wie alle imaginären Angelegenheiten keine „wirkliche“ Referenz vorweisen können. Nun ist Konsens jedoch, wenn überhaupt, nur zwischen den am Diskurs Beteiligten denkbar, was es gerechtfertigt erscheinen läßt, von „öffentlicher Regelung“ zu sprechen. Aller-dings stört mich etwas an der Bezeichnung „öffentliche Regelung“: ich bin mir nicht si-cher, ob mir „öffentlich“ nicht paßt oder „Regelung“ oder die Kombination. Für mich klingt es so, als wäre die „Öffentlichkeit“ ein Gremium ausgewählter Spezialisten, das Bedeutungsentscheidungen trifft und über die Qualität von Konnotationen entscheidet.
    Ich weiß mit „der Öffentlichkeit“ nicht viel anzufangen, denn es gibt ja viele Öffentlich-keiten. Schon wenn zwei Menschen miteinander sprechen, gibt es zwischen ihnen so etwas wie eine Öffentlichkeit. Oder verschiedene Gruppierungen, Schichten, Milieus usw prägen verschiedene Arten von Öffentlichkeit aus. Da kann dann schon die Frage gestellt werden, welche Öffentlichkeit derartige Regelungen trifft.
    Vielleicht sollte ich ein paar – höchst subjektive – Anmerkungen zu „Wörtern“, „Begrif-fen“ und „Definitionen“ machen. Von endgültigen Definitionen halte ich gar nichts. Defi-nitionen sind nur als vorübergehende Arbeitshypothesen nützlich und auch nur für die am Gespräch Beteiligten gültig. Auf solche Weise definiert werden Begriffe, und Begriffe können niemals falsch oder richtig sein. Einen Begriff von etwas hat man oder man hat keinen, die Frage ist nur: welchen hat man und inwieweit korrespondiert er mit dem Be-griff, den der Gesprächspartner vom Gesprächsgegenstand hat. Als Denkwerkzeug ist ein Begriff wortlos; im Gespräch allerdings (das auch ein Monolog sein kann, zB ein Buch) kann der Begriff nur unter Zuhilfenahme von Wörtern verwendet werden, weshalb es leicht möglich ist (und ja auch ständig geschieht), daß zwei Sprecher mit demselben Wort (zB „Religion“) ihre voneinander verschiedenen Begriffe dieser Imagination sym-bolisieren. Im Falle eines geglückten Gesprächs werden beide an ihren wortlosen Be-griffen arbeiten und dieselben einander annähern (im Falle eines mißglückten Ge-sprächs kommt ein haarspalterischer Streit um Worte heraus), dh Gespräche bestehen aus Serien versuchsweiser Definitionen des Gesprächsgegenstandes. Überträgt man diese Situation zweier Sprecher auf eine Öffentlichkeit, wird aus dem Gespräch ein Dis-kurs, in den viele Sprecher ihre Arbeitsdefinitionen einbringen und das, was du – für mich etwas salopp – als „öffentliche Regelung“ bezeichnet hast, sind die Arbeitsdefini-tionen jener „kreativen“ Sprecher (in seltenen Sonderfällen sogar eines einzelnen, zB Freud mit seiner Erfindung des Unbewußten), welche die meisten anderen Teilnehmer akzeptieren und übernehmen können. Aus diesem Grunde ist die Rede von „Richtigkeit“ (oder gar „Wahrheit“) im Falle konsensabhängiger Meinungen nicht brauchbar. Freuds Arbeitsdefinitionen sind nicht „wahr“, sondern treffen lediglich die wortlosen Begriffe vieler Zeitgenossen (die weniger kreativ im Umgang mit Wörtern sind), welche sich kulturabhängig in deren Gehirnen „vorbereitet“ hatten. Mir ist es daher lieber, Meta-phern der Übereinstimmung zu verwenden, wenn es um die Problematik des „Verste-hens“ geht, denn die Übereinstimmung imaginären Inhalte scheint mir nichts mit Wahr-heit zu tun zu haben. Ein plastisches Beispiel: zwei Leute können sich blendend über die Gefahr unterhalten, am Rande der Erde in den Abgrund zu stürzen, wenn es zu bei-der Begriff von der Erde gehört, diese als scheibenförmige Insel aufzufassen. Auch können zwei Freudianer ähnlich gleichgestimmt über die Gefahren des Ödipuskomple-xes sprechen, obwohl dieses Konzept genausowenig „wahr“ ist wie die Vorstellung von der Erde als Scheibe.
    Am Anfang dieses Blogs stellst du die für Religionswissenschaft zentrale Frage in den Raum, was „Religion“ nun eigentlich sei. Nun, so trivial es klingen mag, da diese Floskel schon millionenfach angewendet wurde, aber es ist nur ein Wort, ein Symbol, mit dem verschiedene Begriffe angesprochen werden können. Zu dem Begriff, den ich mit dem Symbol „Religion“ verwörtliche, gehört die Auseinandersetzung mit der Frage, was nach dem Tode geschieht und folglich die Annahme, DASS etwas geschieht; m.a.W.: ein „re-ligiöser Mensch“ ist einer, der glaubt, daß der Tod nicht absolut sei. Aus diesem Grunde empfinde ich mich als einen nichtreligiösen Menschen, da es mir überflüssig scheint, mich mit dieser Frage auseinanderzusetzen.

    Gruß Manfred

  6. Sebastian, noch mal Hallo!

    Ich hoffe, du faßt meinen letzten Satz nicht falsch auf, dh ich hoffe, du setzt diesen Dialog fort.

    Außerdem Entschuldigung: ich schreibe meine Kommentare immer im Words vor und diesmal habe ich vergessen, die vielen Trennungsstriche zu löschen. (Übrigens: kann ich Kommentare nicht nachträglich korrigieren?)

    Manfred

  7. Bei der Frage nach der Öffentlichkeit treten natürlich Probleme auf. An dieser Stelle müsste ich viel zu weit ausholen, aber für meine Sichtweise, die von Wittgenstein inspiriert ist, ist jedes Wissen in dem Sinne nach öffentlichen Kriterien geregelt, als nur Dinge als Wissen gelten, die allen Zugänglich sind. Deswegen pocht die Naturwissenschaft so auf die Überprüfbarkeit. Deswegen spricht man laut Wittgenstein auch nie von inneren Zuständen, da sie ja den anderen nicht zugänglich sind. Wenn ich ganz sicher weiß, dass ich in Österreich bin, mir aber alle Anderen Menschen und alle Umstände etwas anderes sagen – dann würde ich mir kein Wissen dazu zusprechen. Hier wird Wissen öffentlich geregelt. „Öffentliche Kriterien“ könnte man auch anders ausdrücken: So dass ich in dem von mir gewählten Sprachspiel verstanden werde. (Nur am Rande: Ich habe gestern erst einen höchst spannenden und Interessanten Aufsatz gelesen über Wittgenstein und religiösen Glauben, in einem Buch Namens „Der Denker als Seiltänzer“. Aber ich glaube, dazu gibt es dann einen gesonderten Eintrag.)

    Zu deinen Anmerkungen, möchte ich noch kurz etwas sagen und es in meinen Worten wiedergeben, und ich hoffe, es richtig verstanden zu haben: Ich glaube nicht, dass der Mensch so etwas wie wortlose Vorstellungen in seinem Inneren hat, die er dann „versprachlicht“, nach außen bringt um sie mit den sprachlichen Äußerungen anderer abzugleichen, die dann ihrerseits nichtsprachliche Vorstellungen damit in ihrem Inneren verbinden.
    Ich glaube eher, dass das, was man in der Philosophie „Bewusstsein“ nennt, also das, was sicherstellt, dass wir keine automatischen Zombies sind (und dass wir etwas abstraktes wissen), eine durch und durch sprachliche Angelegtheit ist. Daher auch der saloppe Begriff der öffentlichen Regelung, und es hat auch für Wissen und Wahrheit weit reichende Bedeutungen, eben beispielsweise ein Abrücken von der Abbildungswahrheit, hin zu einer Kohärenztheorie der Wahrheit.

    Wenn das Sprachspiel der Religion in sich kohärent ist, sehe ich kein Problem damit, es als ausreichend gerechtfertigt zu betrachten. Alle die bei einem religiösen Sprachspiel mitspielen wollen, kennen auch die Regeln dieses Spiels. Da bin ich dann wieder bei meinem ursprünglichen Eintrag angelangt.

    lg

  8. Hoffentlich rückt dieser Dialog nicht zu weit von deinem Interesse an Religion ab. Falls doch, wäre es günstiger, ein neues Thema zu öffnen, das den hier besprochenen In-halten näher kommt. Übrigens kenne ich „Der Denker als Seiltänzer“ nicht, aber die an Nietzsche erinnernde Metapher macht mich ziemlich neugierig :-)
    Die Worterfindung „verwörtlicht“ habe ich schon wörtlich gemeint, da ich ganz bewußt nicht „versprachlichen“ sagen wollte, denn Begriffe sind eindeutig sprachliche Gegen-stände; sprachliche Gegenstände müssen aber nicht gleich Wörter sein. „Sich einen Begriff von etwas machen“ ist eine sprachliche Tätigkeit, die aber ohne Worte vor sich gehen kann. Mir kommt es auf eine wichtige Differenzierung zwischen „Begriff“ und „Wort“ an. Ich weiß jetzt nicht, wie du Erinnerungsfragmente an visuelle, akustische, olfaktorische oder taktile Erlebnisse nennen würdest, aber ich wäre durchaus damit einverstanden, so etwas „wortlose Vorstellungen“ zu nennen. Allerdings würde ich auch nicht unbedingt „Begriff“ dazu sagen, möchte hier aber auch nicht ein ontologisches Intermezzo vom Zaum brechen. Begriffe halte ich deswegen für sprachliche Gegenstände, weil sie im intersubjektiven Raum zustande kommen. Überhaupt wäre die Reichweite des mit dem Wort „Sprache“ bezeichneten Begriffs zu untersuchen. man damit lediglich den mündlichen und schriftlichen Gebrauch von Wörtern meinen oder auch Gebärden hinzurechnen, ja ich neige sogar zu einer Arbeitsdefinition wie: „als Sprache könnte man alles auffassen, was man von Anderen lernt“. Damit könnte man auch manche Erscheinungen des Gefühlsleben, sowie allerlei Wünsche und Bedürfnisse als „Sprache“ beschreiben.
    Andererseits hat die Sprache auch ihre Grenzen. Du bringst das Wort „Bewußtsein“ ins Spiel, womit die Gefahr droht, daß die Debatte explodiert wie alle Bewußtseinsdebatten. Denn nichts ist so unklar wie „das Bewußtsein“. Jeder weiß, was damit gemeint ist, aber keiner kann sagen, was es sein soll. Jedenfalls erscheint es mir als Einschränkung, es nur als sprachliche Angelegenheit zu betrachten, da es so manche Aspekte aufweist, die schwerlich der Sprache zugeordnet werden können. Ich halte das Bewußtsein eher für eine Funktion des Organismus, nämlich die Funktion, die „Welt“ zu deuten. Das setzt allerdings einen sehr weitgefassten Begriffsrahmen für „Bewußtsein“ voraus, da unter diesem Blickwinkel auch meine Katze Bewußtsein hat, wenn sie das charakteristische Geräusch des Dosenöffnens als „jetzt gibt’s was zum fressen“ deutet, oder sogar eine Spinne, wenn sie die Vibrationen in ihrem Netz auf die gleiche Weise deutet. Ich muß aber dazu sagen, daß mir „deuten“ insoferne nicht ganz paßt, als die Grammatik hier ein Agens hineinschmuggelt, das da nicht ist: mit „deuten“ meine ich jedenfalls nicht, daß das entsprechende Lebewesen diese Deutung „aktiv“ und „mit Überlegung“ durchführt.
    Mit deinem letzten Absatz habe ich überhaupt kein Problem. Allerdings könnte man sich die Frage vorlegen, was es heißen soll, die Regeln eines Sprachspiels zu kennen. Soll es heißen, ein Wort so zu verwenden wie „die Anderen“? Aber wenn diese Regel niemals Jemand „brechen“ würde, indem er das Wort auf eine neue, idiosynkratische Weise, käme es niemals zu Konnotationsverschiebungen. Doch davon „lebt“ ja die Sprache, daß immer wieder neue Sprecher auftauchen, die ihre ganz eigenen Definitionen in den Diskurs einbringen.

    Grüße

  9. hey : )

    „Erinnerungsfragmente an visuelle, akustische, olfaktorische oder taktile Erlebnisse“ sind meiner Ansicht nach kein Teil dessen, was im philosophischen Sinne (nach Descartes und Locke) Bewusstsein genannt wurde und wird. Diese Erlebnisse haben auch andere Tierarten, ohne das wir ihnen Bewusstsein zuschreiben würden. Was aber das wichtige an diesem Ordnungsprinzip, an dieser „Funktion des Organismus“ ist, ist das, was wir Wissen nennen. Dieses verbindet eben solche Erlebnisse mittels Sprache. Wissen – um mit dem späten Wittgenstein zu sprechen – ist eben deshalb eine sprachliche Angelegenheit und kein innerer Akt im Kopf, der sich aus wie auch immer gearteten Erlebnissen zusammensetzt, die dann in Sprache gegossen werden. Das, was wir Wissen nennen ist „all the way down“ (wie Rorty es sagen würde) sprachlich konstituiert. Wichtig an diesem philosophischen Begriff von Bewusstsein ist jene Aktivität, die du einer Katze nicht zusprechen willst.

    Die Regeln eines Sprachspiels kennen heißt – wenn Wissen derart verfasst ist wie ich glaube – tatsächlich, die Worte auf die selbe Art zu verstehen, wie alle anderen Mitspieler. Natürlich gibt es Bedeutungsverschiebungen von Worten. Mit Rorty könnte man beispielsweise Kant als einen Menschen sehen, der ein spannendes neues Vokabular eingeführt hat, um eine Welt zu beschreiben. Hegel hatte dann ein anderes Vokabular versucht. Wittgenstein wieder ein anderes. Wenn man dies „dichterisch“ sieht, wird man auch nicht in Versuchung kommen, einer dieser Sichtweisen die Wahrheit“ (im Sinne von „der Welt entsprechend“) zu geben und den anderen nicht.

    lg

  10. Hi
    Meine Befürchtung einer Diskussionsexplosion scheint aufzugehen. Bleiben wir also beim Bewußtsein. Ich gehe von dem Gedanken aus, daß dem „Bewußtsein“ alles zugerechnet werden kann, was bewußt ist. Dazu wären sinnliche Erfahrungen und auch Erinnerungen an solche zu rechnen, da dieselben ja nicht unbewußt sind, wenn sie be-wußt werden. ( „Unbewußte Erinnerung“ wäre auch in sich widersprüchlich). Da solche Elemente Tieren zugeschrieben werden können, kann man ihnen folglich auch Bewußtsein zuschreiben. Demnach kann das, was deiner Ansicht nach „im philosophischen Sinne Bewußtsein genannt wurde und wird“, nur ein Teilaspekt des Bewußtseins sein, den man – da gehen wir d’accord – der Sprache zurechnen darf. Es kommt mir allerdings fragwürdig (und zwar in beiden damit einhergehenden Konnotationen) vor, nur diesen sprachlichen Aspekt des Bewußtseins als philosophisch relevant zu würdigen. Hinzufügen muß ich auch noch meine Bedenken gegen den Gebrauch von „Wissen“ in diesem Zusammenhang, jedenfalls einen nicht näher differenzierten Gebrauch davon. Wenn ich sage, und ich kann das sagen, weil es in einem Sprachspiel vollkommen verständlich ist, daß meine Katze „weiß“, wo der Futternapf steht, gestehe ich meiner Katze eine Form des Wissens zu, den ich aber nicht sprachlich nennen kann. Hier nähern sich „Bewußtsein“ und „Wissen“ einander an, ohne aber zusammenzufallen; und dazu fällt mir eine Anekdote aus der buddhistischen Tradition ein:
    Buddha wurde gefragt: Sind Wissen und Bewußtsein dasselbe?
    – Beide sind dasselbe: was man weiß, dessen ist man sich bewußt und wessen man sich bewußt ist, das weiß man.
    – Gibt es aber nicht doch einen Unterschied?
    – Ja … Wissen muß man pflegen, Bewußtsein braucht man nur zu merken.

    Zu den Sprachspielregeln: hat Kant jetzt die Regeln befolgt oder nicht? Kann man nicht sagen, daß er durch die Einführung eines neuen Vokabulars die Regeln geändert hat? Ich denke, ja das hat er. Er hat einer Reihe von Wörtern (paradigmatisch: „Vernunft“) neue Bedeutungen verliehen, dh sie eben nicht so verstanden wie seine Zeitgenossen. Gerade das aber macht ihn so interessant.
    Beim Philosophieren (und nicht nur da!) gibt es daher ein dilemmatisches Fluktuieren zwischen dem Wunsch, verstanden zu werden (Einhaltung der Regeln, tradiertes Wortverständnis) und dem Wunsch, neue Sichtweisen einzubringen (Ändern der Regeln, idiosynkrtaisches Wortverständnis). Mit beiden kommt man nie zu einem Ende, mit dem ersteren nicht, weil es nie endgültig zu klären sein wird, welcher Tradition man nun folgen soll, mit dem anderen nicht, weil man natürlich keine neue Sprache erfinden kann.

  11. Hey

    Ach, so schlimm abschweifend sind wir nun auch nicht ; ) Aber zur Antwort:

    Wie bist du dir einer sinnlichen Erfahrung bewusst? Sprachlich. Wie bist du dir einer Erinnerung bewusst? Sprachlich. Wie denkst du? Sprachlich. Tieren kann man sehr wohl sinnliche Erfahrungen und deren Verarbeitung in Instinkten zusprechen, dass sie sich dessen Bewusst sind aber nicht. Und sie werden so lange kein Bewusstsein im relevanten Sinn besitzen, bis sie eine Sprache gebildet haben. Dabei umgeht man das unlösbare Problem, welcher unstoffliche Stoff (um es mit Descartes zu sagen) dem Menschen hinzukommen muss, damit er Bewusstsein hat.

    Zu der Katze und dem Futternapf: Die Katze spielt gar nicht mit, sie weiß daher nichts. Sie hat keine Sprache und kann daher kein Sprachspiel spielen. Daher hat sie kein Wissen. Wenn die Bedeutung eines Wortes sein gebrauch ist muss man zuerst Wörter gebrauchen können. Wir Menschen spielen Sprachspiele, in denen wir wissen, wo unser Kühlschrank steht.

    Zu Kant: Ja, er hat Regeln geändert und dadurch ein neues Sprachspiel geschaffen, hier scheinen wir sehr einig : )

    lg

  12. Wie ich mir sinnlicher Erfahrungen bewußt bin? Nun, ich SPÜRE den Druck des Sessels gegen meine Sitzfläche, ich RIECHE den unbeschreiblichen Duft meiner drei Tage alten Socken, ich SEHE die roten Konturen der Buchstaben auf dem weißen Wordsdokument, ich HÖRE das Klacken der Tastaturlettern….. Ein Erinnerungsfragment an meine Lienzer Heimat blitzt bildartig auf, indem ich den Umriß des Rauchkofels (Lienzer Hausberg) vor mir „sehe“. Diese Wahrnehmungen haben noch nichts Sprachliches an sich.

    In unserer Bewußtseinsdiskussion möchte ich nun auf die solipsistische Barriere hinweisen. Es ist für mich offensichtlich, daß ich nur über mein eigenes Bewußtsein Bescheid weiß. Alle anderen Bewußtseine kenne ich nur vom Hörensagen. Es ist mir unmöglich, ein fremdes Bewußtsein direkt wahrzunehmen, denn was immer ich wahrnehme, gehört zu MEINEM Bewußtsein. Über fremde Bewußtseine kann ich nur Vermutungen anstellen. Es ist natürlich plausibel, den anderen Menschen Bewußtsein zuzu-schreiben, weil es keinen nachvollziehbaren Grund gibt, dies nicht zu tun, aber es bleibt eine Vermutung: sogar bezüglich dessen Existenz, erst recht aber bezüglich dessen Ausstattung. Bei anderen Lebensformen wird es schwieriger. Da es nicht möglich ist, anhand eines isolierten Bewußtseins zu studieren, wie ich Bewußtseine erkennen und insbesondere voneinander unterscheiden kann (wie ich zB Steine erkennen und voneinander unterscheiden kann), kann ich auch nicht feststellen ob und inwieweit ich nichtmenschlichen Lebewesen Bewußtsein zuschreiben kann. Ein Indiz für mich ist der Schlaf. Im (traumlosen) Schlaf gibt es das Bewußtsein nicht (in weiterer Konsequenz, das erwähne ich jetzt aber nur, gibt es dann auch „mich“ nicht), weshalb man sagen kann, daß der Schlaf ein Indikator für „abwesendes Bewußtsein“ ist, woraus folgt, daß zumindest Tiere, die zwischen Schlafzuständen und Wachzuständen wechseln, im Wachzustand über Bewußtsein verfügen. Tiere, bei denen man diese Differenzierung nicht machen kann, die also nicht schlafen können, haben möglicherweise auch kein Bewußtsein. Möglicherweise! Denn wie es letztlich nur eine beliebig plausible Vermutung bleibt, dem Schwarzkappler, der mich erwischt hat, Bewußtsein zuzuschreiben, ist es umgekehrt auch nur eine beliebig plausible Vermutung, dasselbe einer Spinne abzusprechen. Obwohl es aufgrund des Fehlens komparativer Beschreibungsmöglichkeiten sozusagen frei ist, seine eigenen Beschreibungen zu erfinden und ich es mir daher leisten kann, das Bewußtsein als „Weltdeutung“ zu bezeichnen, die sogar eine Spinne zusammenbringt, mag es zu weit gehen, „nichtschlafenden“ Tieren Bewußtsein zuzuschreiben. Die Hirnforschung ist (soweit es meinen letzten Informationsstand betrifft) zwar noch nicht in der Lage, klar zu sagen, was im Gehirn der Fall sein muß, damit man von Bewußtsein sprechen kann, ist aber andererseits in der Lage zu sagen, daß Be-wußtsein nur dann gegeben ist, wenn eine Hirnstammregion namens Formatio reticularis aktiviert ist. Das heißt nicht, daß zwischen Bewußtsein und Formatio reticularis eine Identitätsbeziehung gegeben wäre, sondern nur, daß ein Lebewesen mit einer Formatio reticularis möglicherweise auch Bewußtsein entwickeln kann, jedenfalls kann man es einem solchen Lebewesen nicht definitiv absprechen. Man kann zwar behaupten, nur Menschen hätten Bewußtsein, aber eine solche Behauptung empfinde ich als anthro-pologisches Vorurteil. Bewußtsein scheint mir da gegeben zu sein, wo es um höhere Differenzierungsleistungen geht. Ein Organismus, der nur „hell-dunkel“ zu differenzieren hat, braucht vielleicht kein Bewußtsein, da für diese Differenzierung Reflexe genügen mögen. „Höhere“ Tiere dagegen benötigen sehr wohl tiefgestaffelte Differenzierungen, um erfolgreich durchs Leben zu kommen; wo allerdings der Schnitt zwischen „höheren“ und „niederen“ Tieren anzusetzen wäre, wage ich nicht zu sagen, außer daß ich ihn nicht zwischen Homo sapiens und allen anderen ansetze; dafür ist mir unsere Ver-wandtschaft zumindest mit Schimpansen zu groß.
    Ein „sprachliches Bewußtsein“ kann als weitere Steigerung dieses Differenzierungsvermögens bezeichnet werden. Ein solches Bewußtsein kommt möglicherweise nur dem Menschen zu, was aber letztlich auch von einer Arbeitsdefinition für „sprachlich“ abhängt. Sehr weit gefaßt könnte man sagen, alles das sei eine Sprache, was der Kommunikation diene, was aber – vielleicht! – zu weit geht, da dann auch Ameisen ihre Sprache hätten. Führt man als Zusatzbedingung den Gebrauch von Symbolen ein, ist das wiederum zu einschränkend, da dann Mimik und Gestik unter den Tisch fallen, die den Sprachverwendern zumindest wichtige Zusatzinformationen liefern, wenn man sie nicht als „echte“ Sprachelemente gelten lassen will. Ich selber möchte die Monopolstellung des Menschen hinsichtlich eines „sprachlichen Bewußtseins“ jedenfalls weder be-haupten noch abstreiten, aber doch darauf insistieren, daß ein solches nur einen Teil des Bewußtseins darstellt.

    LG

  13. Erneut: Bewusstsein in einem hier spannenden Sinn heißt: Wissen haben. Niemand bestreitet Sinneseindrücke bei Mensch und Tier, aber alles was mit einem Wissen dazu zu tun hat, ist meiner von Wittgenstein kommenden Ansicht nach, sprachlich. Wissen ist durch öffentliche – also sprachliche – Kriterien geregelt. Über die Erinnerungen in deinem Kopf kann es in diesem Sinn kein Wissen geben, da sie nur dir zugänglich sind. Deshalb kann man hier auch mit Wittgenstein (Über Gewissheit, man kann meine Zusammenfassung hier herunterladen) den Solipsismus als sinnlos verneinen. Für den Solipsismus ist es von Nöten, Wissen als ein privates Abbildungsverhältnis im inneren des Geistes zu sehen.
    Wenn irgendwann mal andere Tiere mit uns sprachen und uns antworten, dann werden wir ihnen wohl auch ein Bewusstsein zugestehen. Das wird aber wohl noch länger dauern.

    Aber ich glaube damit sind nun unsere beiden (wohl in letzter Konsequenz unvereinbaren) Positionen dargestellt. Ich halte es hier eher mit Ludwig Wittgenstein und Richard Rorty, du mit Thomas Nagel und John Locke.

    Lg : )

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