Der Tod ist nicht das Ende (oder?)

Ich finde es interessant, dass das ursprünglich zentrale Dogma des Christentums heute, selbst innerhalb des Christentums, ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Nämlich die Auferstehung des (verklärten) Leibes. Heute überwiegt, meiner Erfahrung nach, die Vorstellung, dass man, nach seinem Tod, in den Himmel kommt (durch den Tunnel aus Licht oder ähnliches) und dort in der Gegenwart Gottes und den Heiligen und anderen guten Menschen (d.h. Christen) im Himmel den Rest seiner unendlichen Tage verbringt. Abgesehen davon, dass eine Unendlichkeit des Harfenspiels (um es überspitzt zu formulieren) eher eine Drohung als eine Hoffnung darstellt, war es von den Christen ursprünglich auch gar nicht so intendiert.
Das kommt daher, dass JHWH im Alten Testament ein Gott der Lebenden ist. Scheól, das Land von Staub und Schatten dort wo die Toten wohnen, interessiert ihn primär nicht. Wenn man von Gott gesegnet ist zeigt sich das nicht durch ein glückliches Leben im Jenseits sondern durch ein langes und kinderreiches Leben im Diesseits. Nicht umsonst wurden alle Protagonisten im Alten Testament mehrere hundert Jahre alt und bekamen ganze Völker als direkte Nachfahren.
Doch auf die Dauer war diese Aussicht zu niederschmetternd. Na gut, einige hundert Jahre leben, aber was bringt das letztlich, wenn man doch stirbt und dann in Scheól als Seele ohne Körper, quasi im Stand-by Modus, unendlich lange ein schattenhaftes Dasein in Finsternis fristen muss? Eine positivere Option musste her. Das wirklich besondere an Jesus war ursprünglich, dass er mitsamt seines Leibes auferstanden ist und sich seinen Jüngern sodann mit seinem verklärten Leib gezeigt hat. Das nahm man als Ausgangspunkt um zu sagen: „Seht her, es stimmt, Jesus hat den Tod mit Haut und Haar überwunden. Sein Körper ist verklärt (quasi „imprägniert gegen den Tod“). Wenn wir Gott dienen, dann können auch wir den Tod überwinden.“
Wenn also der Tag des Gerichtes gekommen ist, dann werden die Gerechten, die bis dahin im Himmel auf ihre Wiederkehr warteten, auf der erneuerten Erde mit ihrem verklärten Leib und im Angesicht Gottes wandeln.
Ich kann bisher keinen genauen Grund angeben, wieso dieses Dogma so verdrängt wurde. Vielleicht, weil ein apokalyptisches Endzeitszenario mittlerweile den meisten Menschen nicht mehr glaubhaft erscheint. Oder weil es den heutigen religiösen Menschen zu egoistisch anmutet, sich auf ihren eigenen verklärten Leib zu freuen. Denn viele sehen die Berechtigung für religiöses handeln vor allem in moralischen Dimensionen – dass es einem dann gerade dort zentral um sich selbst gehen sollte, trübt das positive Selbstbild vielleicht etwas.

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11 Antworten to “Der Tod ist nicht das Ende (oder?)”

  1. „Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang“!
    Doch nur bei den Menschen hier auf Erden,
    die anfangen mit Christus, der Welt und ihren Sünden abzusterben.
    Sterben wir den Sünden alle hier auf Erden, wie Christus uns ein Vorbild gelassen hat, so werden wir auch seiner Auferstehung teilhaben.
    Paulus 2. Korinther, Kapitel 4, 20
    „Und tragen allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserm Leibe, auf dass auch das Leben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbar werde“.
    Das Sterben wie das Verleugnen der Sünden alle, dient der Sünde, nicht zu dienen- sondern zu verleugnen,
    denn, das Kreuz Christi wie das Verleugnen, hat einen auslöschenden Chrakter des Zustandes, dem wir nicht mehr
    angehören wollen.

  2. „Das Sterben wie das Verleugnen der Sünden alle, dient der Sünde, nicht zu dienen- sondern zu verleugnen,
    denn, das Kreuz Christi wie das Verleugnen, hat einen auslöschenden Chrakter des Zustandes, dem wir nicht mehr
    angehören wollen.“
    ??????????????????????????????????????????????????????????
    Was bedeutet das?

  3. Oh gut, ich dachte ich bin der einzige, der keinen Zusammenhang sieht : )

  4. Leuchspur und Ihr anderen Freunde.
    Ich komme gleich zu Deine Frage.
    „Wenn Du einen ehemaligen Freund oderf Freundin,
    der Dir unerwartet Leid zugefügt hat, verleugnest,
    1so hat das einen auslöschenden Chrakter Deiner Freund- schat so, dass Du diesen Freund oder Freundin,
    NICHT mehr beachtest, er/sie, es
    sind für Dich gestorben und existieren nicht mehr für Dich.

    Darum sagte auch Christus:
    „Wer sich nicht verleugnet, kann nicht mein Jünger sein“.
    Sich selber verleugnen heißt dasselbe,
    wie das Sterben mit Christus am Kreuz.
    „Wer seinen alten Menschen mit dem sündlichen Leib verleugnet vor Gott, Praxis und im Glauben,
    mit all seinen Irrtümer, Schwächen, Sünde, Lüsten und Begierden, mit seinen zwingenden Mächten, befindet sich
    in der Nachfolge Jesu Christi.
    Denn Er, Christus, ist genaus so versucht worden in seinem Erdenleben wie wir, doch ohne eine Sünde zu tun!
    „UND wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach,
    der ist mein nicht wert“ Matth.10, 38 /16,24/

    Um Dir und mir, die Sünden alle zu vergeben, brauchte Gott seinen Sohn nicht zu schicken, auf dass Er ans Kreuz genagelt wird, denn dann könnte GOTT am Ende der irdischen Tage eines jeden Menschen, ihm seine Sünde vom Himmel aus vergeben.
    Gott will, dass der Mensch beim vollen Bewusstein seines irdischen ganzheitlichen Leben, nach Geist, Seele und Leib,
    Die Sünde, Tod und Teufel, genau so überwindest, wie Christus und seine berufenen, zubereiteten und erwählten Jünger.
    Ohne Kreuz Christi und verleugnen seine Sünden, so in der Kraft und Macht des lebendigen Gottes,
    Keine Krone des ewigen Lebens!
    Alles was der werdende Christ braucht zu diesem geistigen Kampf, bekommt er von Gott und seiner zugesagten Geistestaufe.
    Nicht in dem menschlichen Verstand und seinem eitlen Fleisch, werden wir die Sünde,Tod und Teufel überwinden und den Sieg davon tragen, sondern in der geistigen Macht des lebendigen Gottes, welche besteht aus dem „Harnisch Gottes“ wie Paulus den Ephesern schreibt. Kapitel 6,
    Paulus an die Korinther im 2. Hirtenbrief Kapitel 4, 10
    „UND wir tragen allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserem Leibe, auf dass auch das Leben des Herrn Jesu an unserem Leibe offenbar werde“.
    (ewige und unvergängliche Leben offenbar werde mit der Verbindung, Vereinigung und Gemeinschaft mit Gott und mit seinem Christus. Offenbarung Kapitel 3, 20

    Wir sollen uns von denen trennen, die da predigen:
    „Christus hat alles für uns getan, der Mensch braucht nichts mehr tun“!
    Hat Christus so etwas gepredigt?
    Hat Christus etwa gepredigt?:
    „IHR Gesetzesbrecher, religiöse Heuchler, Sünder, Hurer, Ehebrecher, Kinderschänder, Lügner und Notlügner, ihr irdischen und religiösen Zauberer, sündigt ruhig weiter und beleidigt Gott und seinen Heiligen Geist, so viel ihr wollt, denn wenn ich für euch gekreuzigt werde, sind euch alle diese Sünden vergeben? Hat Christus solch eine satanische Predigtaussage hinterlasssen? SONDERN,
    „Sündige nicht mehr, auf dass Dir nichts Ärgeres widerfahre“!

    Freunde. bleibt nüchtern, kritisch und höret in Euch hinein bei Euren stillen Andachten und Meditationen zu Gott, denn ER ist der erste Lehrer des Menschen und nicht, die anmaßenden, selbstberufenen, zweiten Lehrer neben Gott, denn wenn ein Blinder, einen anderen Blinden leitet,
    so fallen sie beide in die Grube“, sind auch Warnungen Jesu Christi an die aufrichtigen Menschen und Seelen.
    In der Liebe Jesu Christi. Autor Peter Semenczuk

  5. Lb. Peter!
    Dein Text folgt einem uralten Muster. Entweder ihr glaubt was euch gesagt wird oder ihr werdet bestraft. Es ist wie das alte Kinderlied „Wer nicht hören will, wird fühlen müssen.“ – Aber etwas Substantielles sagst Du zum Thema nicht. Wenn etwas nach dem Tode des Körpers weiterleben würde, wäre es doch die Seele. Was denkst Du z.B., bei Berücksichtigung der Aussagen der Hirnforschung, über eine unsterbliche Seele?

  6. Leuchtspur,
    Aber wo gehst Du hin,
    wenn Du, Dein Geist und Leib, nicht nach der Norm und Gerechtigkeit Gottes, die Erlösung von all Deinen Sünden, nicht auf Erden erfahren hat? Gott sagt:
    „Welche Seele sündigt die muss sterben“!
    Dieses ist der zweite Tod!
    In der Seele des Menschen, ruht und ist verborgen, die ewige geistige Identität und Würde der Ewigkeitskreatur Gottes, nach der wir uns sehnen,ohne zu wissen, nach was und wem wir uns sehnen, denn wir haben für Gott schon existiert in der Ewigkeitg, vor unserer Leibgeburt in diese stoffliche Welt hinein.
    Zwar nicht in einer fleichlichen Hülle, aber wir waren Gott bekannt, und Christus spielte mit den Meschenkindern vor Gott.
    Weissagung des König Salomon Spr. 8,11-36
    Von diesem Wissen und Erkennen, zeugte auch der König David in seinem Psalm 139,

    Wer sein zukünftiges geistige Zuhause, nicht mit Christus und mit dem Geist Gottes baut,
    baut umsonst, gleich was er baut und was er erwartet und hofft.
    Denke mal nach in Deinen Meditationen und Betrachtungen, wer hat Dich zu einem Christen gemacht, Gott oder ein Mensch?
    Von Anfang an, sind wahre Theologen und Diener Gottes, immer von Gott und durch seinen Geist berufen,zubereitet, erwählt und legitimiert gesandt worden zu den verlorenen
    Schafen Israels und der Heiden, sie sind nie, von Menschen gemacht worden.
    Bleib kritisch allem gegenüber,
    aber sei aufrichtig zu Gott, der Geist ist, der Körperlos ist, der Geschlechtslos ist, und der vor der Herzenstür aller Menschen steht und bittet um Einlass. Offenbarung 3,20
    In dem Geist und Liebe Jesu Christi, grüße icvh dich und alle die Deinen.
    Autor Peter Semenczuk

  7. Ich tue mir sehr schwer, zu alledem etwas zu sagen. Ich möchte keinesfalls religionsfeindlich klingen. Aber ich denke nicht, dass salbungsvolles Gehabe und Bibelzitate irgendeinen positiven Effekt in einer Diskussion haben. Es hilft praktisch den religionsfeindlichen Kritikern, ihre Vorurteile bestätigt zu sehen.
    Ansonsten mag das Ganze innerhalb des Systems „christliche Religion“ Sinn machen, einen Aussenstehenden vermag es aber, wegen zu vieler ungeteilter Prämissen, nicht (oder nur sehr sehr schwer) zu überzeugen.

    Aber eines muss ich schon anmerken, Peter: dein Aufruf zum kritischen Denken ist hohl. Soll er doch besagen, dass man allem gegenüber kritisch sein soll, ausser gegen die von dir vorgetragene Lehre, denn die soll ja die Wahrheit darstellen. Diese Einstellung finde ich schlecht.

  8. Ich glaube, daß Sebastian Recht hat mit der Bemerkung, daß die Ausführungen von Peter nur im Raum seiner Religion akzeptiert werden.
    Aber ich wäre doch interessiert zu erfahren, ob Peter einem normal-kritischen Menschen, der nicht aus seiner Religionsgemeinschaft kommt, seine Behauptungen plausibel machen kann.
    Lb.Peter, wie soll ich mir denn eine Seele vorstellen, die den Tod überdauert? Wo soll die Seele denn sein und was soll sie denn sein. Was sagst Du mir, wenn ich behaupte, Du hättest gar keine Seele, sondern nur psychische Eigenschaften. Und um es gleich zu sagen, Bibelzitate sind in dieser Fragestellung keine überzeugenden Belege.

  9. thomas kersten Says:

    NAMU AMIDA BUTSU

  10. schattenundlicht Says:

    Mal unabhängig von religiösen Lehren, und persönlichem Glauben gesprochen; ich denke, vielen Menschen geht es so, dass man sich in gewissen Momenten oder vielleicht auch erst ab einem bestimmten Alter im Rückblick auf das eigene Leben und in der Reflektion der eigenen Lebenssituation ein mehr oder weniger bewusstes Verständis von Strukturen und Ausrichtung des eigenen Lebens bewusst wird; zumindest geht es mir so; man bekommt womöglich eine Ahnung davon, woher das eigene Leben seine Ausrichtung hat, welche Kausalitäten im Groben bestehen und was nach dem Tod sein könnte; sicher kann das wieder leicht mit Glauben verwechselt werden, doch ich meine vielmehr ein intuitives Verständnis das nichts mit religiösen Glaubenssätzen zu tun hat.
    Mehr will ich dazu gar nicht sagen, sonst wird es zu persönlich, ich weiß nur soviel, dass intellektuelle Untermauerung viel zum Ausbau dieses intuitiven Verständisses beitragen kann. Sollte nur eine allgemeine Anregung sein. :)

  11. Der „Tod“ in der originalen Heiligen Schrift (die Bibel nur bis Gen 11,9) ist immer der geistige Tod (religiöse Verblendung), nicht der biologische Tod. Und die „Auferstehung“ ist – eigentlich selbstverständlich – nicht das „Herausklettern des toten Jesus aus seinem Grab“, sondern die „Auferstehung aus der religiösen Verblendung“:

    Diejenigen, die sagen: „Der Herr ist zuerst gestorben und dann auferstanden“, sind im Irrtum. Denn er ist zuerst auferstanden und dann gestorben. Wenn jemand nicht zuerst die Auferstehung erwirbt, wird er sterben.

    Philippusevangelium, Spruch 21

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