Über Individualität

Die meisten Menschen sind sich ihres Bedürfnisses nach Konformität nicht einmal bewusst. Sie leben in der Illusion, sie folgten nur ihren Ideen und Neigungen, sie seien Individualisten, sie seien aufgrund eigenen Denkens zu ihren Meinungen gelangt, und es sei reiner Zufall, dass sie in ihren Ideen mit der Majorität übereinstimmen. Im Konsensus aller sehen sie die Richtigkeit „ihrer“ Ideen.

aus: Erich Fromm – Die Kunst des Liebens, Ullstein Taschenbuch 

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3 Antworten to “Über Individualität”

  1. dethkultsocialclub Says:

    Und was ist mit Leuten, deren Ideen – ohne dass sie krampfhaft rebellisch wirklich wollen – nicht mit denen der Majorität übereinstimmen?
    Oder anders gesagt: Ab wann kann man deiner Meinung nach einen Menschen mitsamt seinen Meinungen wirklich als individuell bezeichnen?

  2. und noch weiter – kann man einen Menschen wirklich als „individuell“ bezeichnen? Wo doch seine Herkunft (Kultur, Lebensumstände, Erziehung,..) so einen großen Einfluss auf ihn hat?

  3. Charles Says:

    Oder wie wäre es mit panpsychistischen Vorstellungen eines großen umfassenden Bewußtseins, dem wir nur als zufällige Teile angehören?

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